Fördern und Fordern

Differenzierung: Erfolge ermöglichen!

Es gibt nichts motivierenderes als Erfolg!

Die Forschung zur Lern- und Leistungsmotivation hat bestätigt, was jeder von uns eigentlich schon immer wusste: Wenn wir erfolgreich sind, strengen wir uns noch viel mehr an! Wenn wir uns selbst als wirksam und kompetent erleben, haben wir Spaß an dem was wir tun!

Das bedeutet nun natürlich nicht, dass in der Schule nur das gemacht werden kann, was Spaß macht und was die Schüler/innen sowieso schon gut können. Es heißt auch nicht, dass Lernen immer nur leicht ist und es ohne Anstrengung geht. Im Gegenteil: Wenn Lernen als aktiver Prozess verstanden wird, dann ist es auch anstrengend!

Aber wir als Schule können in Strukturen arbeiten, die es den Schüler/innen ermöglichen möglichst nah an ihrem jeweiligen Leistungsniveau zu arbeiten. Wir versuchen darauf zu achten, welche Lernformen und Anforderungsniveaus dem jeweiligen Entwicklungsstand der Schüler/innen bestmöglich entsprechen um ihnen möglichst positive Lernerfahrungen und ein erfolgreiches Lernen zu ermöglichen. Natürlich sind wir dabei nicht völlig frei und wir nehmen unsere Verpflichtung den Bildungsplan einzuhalten und Bildungsstandards zu erreichen sehr ernst.

 

Die „Zone der nächstmöglichen Entwicklung“ kann bei den Schüler/innen auf drei Ebenen variieren:

  • Ebene des Anspruchsniveaus: Durch das binnendifferenzierte Arbeiten versuchen wir durch die Wahl geeigneter Aufgaben erfolgreiche Lernsettings zu schaffen. Dadurch werden Misserfolgserlebnisse vermieden und die Schüler/innen können - eine durchschnittliche Anstrengungsbereitschaft vorausgesetzt - Selbstvertrauen tanken und ein positives Selbstbild aufbauen. Dies ist im Primarbereich im Rahmen der Wahlaufgaben bei den Wochenplänen (Sternchen) der Fall, im Sekundarbereich durch die Angebote auf drei Niveaustufen in allen Fächern der Fall. Hier zeigt sich der Vorteil der Gemeinschaftsschule, dass die Niveaustufen bis Mitte Klasse 8 in allen Fächern unterschiedlich gewählt werden könnnen!

  • Ebene des Strukturiertheitsgrades: Wie viel Struktur braucht ein Schüler, wie viel Freiheit „verträgt“ er? Wir als Gemeinschaftsschule sehen uns hier häufig mit einem Vorurteil konfrontiert, das man mit „Da macht immer jeder was er will, wann er will und wenn er nichts will, dann macht er nichts.“ auf den Punkt bringen kann. Und wir wehren uns entschieden dagegen! Wenn wir uns auf den Entwicklungsstand unserer Schüler/innen einlassen und sie „dort abholen“ wo sie „stehen“, dann kann es natürlich nicht eine Methode oder Arbeitsform für alle geben. Vielmehr gilt: Wer mit Freiheiten verantwortungsvoll umgehen kann, der erhält mehr Freiheiten, wer Struktur und Führung braucht, der bekommt sie auch. Dabei verfolgen wir selbstverständlich das Ziel, die Schüler/innen zum selbststukturierten und eigenverantwortlichen Arbeiten zu führen und sie in dieser Entwicklung zu begleiten und anzuleiten. Das Ziel ist aber ein sehr anspruchsvolles und es wird angestrebt, nicht vorausgesetzt!

  • Ebene der Unterrichtsmethoden: Unsere Schüler/innen im Sekundarbereich kommen in der Regel mit einem reichen Repertoire an Arbeitsformen und Unterrichtsmethoden zu uns. Dennoch gilt auch hier, was wir uns auch im Primarbereich zum Grundsatz machen: Wir leiten unsere Schüler/innen Schritt für Schritt an und führen neue Arbeitsweisen und -formen nach und nach ein.

Interessengeleitete Wahlmöglichkeiten

Neben der binnendifferenzierten Arbeitsweise im Fachunterricht haben wir die Möglichkeit, dass unsere Schüler/innen in vielen Wahl- und Zusatzangeboten nach Interesse oder Begabung Fächer und Schwerpunkte wählen können um so ihre "Stärken zu stärken" und  sich in ihren Interessensbereichen weiter zu profilieren:

  • Neigungsgruppen im Primarbereich: Wahl zwischen Natur Pur, Bläserklasse und Kunst (➔ mehr Informationen)
  • Wahlkurse in den Klassenstufen 5 & 6: Die Schüler/innen wählen jeweils für ein Tertial einen Arbeitsschwerpunkt. Die Angebote variieren, sind aber häufig in den Bereichen Computer, Technik, Kunst, Literatur, Hauswirtschaft, Sport angesiedelt. (➔ mehr Informationen)
  • Wahlpflichtfach ab Klasse 6, bzw. 7: Wahl zwischen Technik, Französisch und AES (➔ mehr Informationen)
  • Profilfach ab Klasse 8: Zur Wahl stehen das Sport-Profil, das Profilfach NWT (Naturwissenschaft, Technik) und voraussichtlich ab dem Schuljahr 2019/20 das Profilfach IMP (Informatik, Mathematik, Physik). Die Profilfächer werden zusätzlich zu den „normalen“ Unterrichtsfächern in den jeweiligen Bereichen angeboten. (➔ mehr Informationen)
  • AG-Angebote: Buntes Programm aus Sport, Soziales, Computer, Engagement und Freizeit (➔ mehr Informationen)
  • Mathe PLUS in den Klassenstufen 3 & 4: Mathe PLUS ist ein freiwilliges und zusätzliches Förderangebot, das sich gezielt an leistungsstarke Schüler/innen richtet und in dem über den „normalen“ Unterricht hinaus gefördert und gefordert wird. Unsere „Mathe PLUS“-Kinder nehmen auch am Känguru-Mathematik-Wettbewerb teil.

Anstrengungsbereitschaft: „Gib dein Bestes!“

Wir haben uns einer möglichst guten Förderung unserer Schüler/innen verschrieben. Das bedeutet aber nicht, dass der schulische Erfolg alleine durch die Anstrenungen von Schule und Lehrkräften erreicht werden kann. Wir fördern nicht nur, wir fordern auch! Ohne Anstrenung und Anstrengungsbereitschaft der Schüler/innen geht es nicht und ein „Wasch mich, mach mich aber nicht nass“ kann nun einmal nicht funktionieren. Die Kollegen sind nah dran an den Schüler/innen und ihren Lernprozessen und wir fordern die Einhaltung von Terminen, Vereinbarungen und eine grundlegende Bereitschaft sich auf Lernprozesse einzulassen mit Nachdruck ein. Ganz so wie wir es im ersten Leitsatz unseres Leitbildes formuliert haben:

„Wir legen Wert darauf, alle am Schulleben Beteiligten bestmöglich zu fördern und zu fordern.“