Kennenlerntage der neuen 5er
Gemeinschaft: Weit mehr als nur ein Wort im Schulnamen
Die „Kennenlerntage“ für die neuen Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 5 haben an der GMS Neubulach Tradition und sind fester Bestandteil des Schulkonzeptes. Das übergeordnete Ziel besteht in der Teambildung: Den Kindern soll ermöglicht werden, sich möglichst schnell in ihrer neuen Klasse heimisch zu fühlen, persönliche Bindungen in der Klasse, der Klassenstufe und zu ihren Lehrkräften aufzubauen und den Grundstein für ein gutes Miteinander zu legen. Diese grundsätzliche pädagogische Notwendigkeit wird durch das relativ große Einzugsgebiet der Schule noch verstärkt, denn in jeder Klasse sitzen Kinder aus verschiedenen Orten.
Wie im letzten Jahr auch machten sich die drei Klassen mit ihren Lehrerteams, der Schulsozialarbeiterin und mehreren Praktikantinnen wieder zu Fuß auf nach Wildberg in das Haus Saron. „Uns ist es wichtig, dass die Kennenlerntage bei uns in der Region stattfinden.“ erklärt Stufensprecherin Lisa Maisch und führt aus: „Das heben wir gerne hervor, gerade auch weil wir wissen, dass es Schulen gibt, die das anders machen. Die sozialen Ziele der Kennenlerntage kann man auch in der Region ganz hervorragend erreichen und es braucht dafür keine teuren und weiten Fahrten!“.
Das Haus Saron bietet mit viel freier Natur, dem Bolzplatz, Feuerstelle, Kletterwand, Spielplatz usw. den perfekten Rahmen – unterstützt durch die schönen Zimmer und die hervorragende Verpflegung.
„Das Haus Saron verwöhnte uns dreimal täglich mit sehr leckerem Essen. Zum Mittag- und Abendessen gab es immer ein Salatbuffet mit warmer Speise. Das Essen war mein absolutes Highlight!“ (Sophia, 5a)
Doch neben den kulinarischen Grundbedürfnissen steht das soziale Miteinander an diesen drei intensiven Tagen in außerschulischer Umgebung klar im Mittelpunkt. Die Rolle des Einzelnen in der Gruppe, die Gruppendynamik in einer Stufe, Verantwortung füreinander sowie die gegenseitige Akzeptanz sind Themen, die im freien und geleiteten Spiel, unterstützt durch erlebnispädagogischen Elemente, pädagogisch angebahnt werden.

„Teamorientierung ist weit mehr als nur ein pädagogisches Schlagwort für uns und wir legen besonderen Wert auf eine positive Eingewöhnung der Schülerinnen und Schüler und die Entwicklung einer guten Klassengemeinschaft. Durch positive Gemeinschaftserlebnisse legen wir den Grundstein dafür, dass der Gemeinschaftsgedanke als gelebter Teil unserer Schulphilosophie von Beginn an fest verankert ist.“ (Schulleiter Dominik Bernhart).
Das spannende Programm der Kennenlerntage schaffte dabei einen optimalen Rahmen: Bei den Spielen mit der Schulsozialarbeiterin sammeln die Kinder soziale Erfahrungen, lernen sich kennen, lernen verschiedene Interessen und Persönlichkeiten zu akzeptieren und eventuell auftretende Konflikte zu bewältigen. Bei verschiedenen Workshops durften die Schüler*innen nach ihren individuellen Interessen wählen. Neben kreativen Angeboten wurden Bewegungsspiele, ein Schnitzkurs sowie eine Wanderung durch die Lützenschlucht angeboten.
Mit von der Partie waren auch drei Studierende von der PH Karlsruhe, die aktuell ihr integriertes Semesterpraktikum an der GMS Neubulach absolvieren. Direkt mit einer Klassenfahrt in die schulische Praxisphase zu starten, ist durchaus nicht alltäglich.
„Es war eine sehr bereichernde Erfahrung für mich. Schließlich besteht der Berufsalltag einer Lehrerin eben auch aus außerunterrichtlichen Veranstaltungen und Aktivitäten und deren Organisation und Umsetzung lernt man nicht an der Hochschule. Beeindruckt hat mich vor allem das gute soziale Miteinander der Kinder. Sie wurden für ihre ausgeprägte Höflichkeit und Hilfsbereitschaft auch von den Mitarbeitern des Hauses Saron in den höchsten Tönen gelobt. Das zeigt für mich zweierlei: Erstens gibt es unter den „Fünfern“ in Neubulach offensichtlich einfach viele tolle Kinder, die optimale soziale Voraussetzungen mitbringen und zweitens: Das Ziel der Kennenlerntage haben wir offensichtlich erreicht!“ (Saira Klingler, ISP-Studentin)