Aus Schülerinnen werden Trainerinnen von morgen
Talentförderung an der GMS Neubulach: Nachwuchs für Schule und Vereine
Klara Schwenker und Elli Roller (Klasse 9) sind selbst regelmäßig in der Leichtathletik aktiv. Nun eröffnet sich für sie der nächste Schritt: die Übernahme von Trainingsverantwortung. Denn beide haben erfolgreich die Ausbildung zum Sportmentor abgeschlossen und sich damit als Sportmentorinnen qualifiziert.
Bei einer kleinen Übergabefeier konnten sie ihre Zertifikate aus den Händen von Schulleiter Dominik Bernhart und Eva-Maria Broschk (Fachschaftsleitung Sport) entgegennehmen.
Ausgestellt sind diese vom Kultusministerium Baden-Württemberg und unterzeichnet von Kultusministerin Theresa Schopper.
Die Ausbildung zum Sportmentor ist anspruchsvoll und praxisnah: In mehreren Modulen erwerben die Jugendlichen Grundlagen der Trainingslehre, planen Übungsstunden und lernen, Gruppen anzuleiten und Verantwortung zu übernehmen. Damit geht das Programm deutlich über eine schulische Zusatzaktivität hinaus – und knüpft zugleich an das an, was im Sportunterricht und im Profilfach Sport an der GMS bereits angelegt ist.
„Uns ist wichtig, dass junge Menschen ihre Stärken entdecken und daraus etwas entwickeln können“, betont Bernhart. „Wenn aus Interesse und Engagement die Bereitschaft entsteht, Verantwortung zu übernehmen, ist das ein enorm wertvoller Schritt – für die Jugendlichen selbst, aber auch für unsere Gesellschaft.“
Gerade in der engen Verbindung zu den örtlichen Vereinen gewinnt diese Qualifikation zusätzlich an Bedeutung. Klara Schwenker und Elli Roller sind beide beim TV Oberhaugstett aktiv – die Sportmentorenausbildung eröffnet ihnen die Möglichkeit, sich auch in der Trainingsarbeit einzubringen.
Nadine Rothfuß, die sowohl an der Schule unterrichtet als auch in der Jugendarbeit des Vereins tätig ist, sieht darin großes Potenzial: „Für unsere Vereine ist es enorm wichtig, junge Menschen frühzeitig an Verantwortung heranzuführen. Die Sportmentorenausbildung ist dafür ein idealer Einstieg – sie stärkt die Jugendlichen und hilft uns gleichzeitig, Nachwuchs für die Trainingsarbeit zu gewinnen.“
Auch die schulischen Angebote profitieren davon – etwa bei Wettkämpfen wie „Jugend trainiert für Olympia“ oder bei der Unterstützung jüngerer Schülerinnen und Schüler.
So entsteht aus persönlicher Begeisterung Schritt für Schritt die Fähigkeit, andere anzuleiten und zu motivieren – eine Entwicklung, von der Schule und Vereinsleben gleichermaßen profitieren können.